Info-Brief November 2017: Schütze / Jupiter

Liebe Freunde,

heutzutage ist doch es spielend einfach, den nächsten Level zu erreichen! Wenn schon nicht im wahren Leben, dann zumindest im Computerspiel!

Vielleicht neigen deshalb weltweit immer mehr Vertreter des sogenannten homo sapiens (lat. = der weise Mensch) zum (Handy)-Autismus, denn die Defizite im Sozialverhalten des modernen Neandertalers fallen ja bekanntlich nicht so auf, wenn sie mit einer Maschine kommunizieren.

Info-Brief November 2017: Schütze / Jupiter

Die neue Kernkompetenz lautet: „Reden ist Silber, Spielen ist Gold!“

Was für eine gruselige Vorstellung: Früher mussten doch tatsächlich Familienangehörige auf dem Sofa sitzen und miteinander sprechen. Gut, das waren harte Zeiten, in denen es noch nicht einmal weiches dreilagiges Klopapier gab.

Heute im sogenannten Zeitalter der Kommunikation redet man/frau kaum noch miteinander, das ist derselbe Widerspruch wie bei einem herrenlosen Damenfahrrad! Oder so….

Archetypisch betrachtet ist Merkur der Herrscher des Zeichens der Kommunikation, des Zwillings (Luftzeichen-Yang-3. Haus), ihm direkt polar gegenüber befindet sich Schütze-Jupiter (Feuerzeichen-Yang-9.Haus).

Info-Brief November 2017: Schütze / Jupiter

Diese Achse bildet ein klassisches Spannungsfeld zwischen oberflächlicher Kommunikation (Zwilling) zu tiefer Weltsicht (Schütze), das eigentliche Ziel des bewussten Menschen, wenn er homo sapiens werden will!

Wie bei allen (scheinbaren) Gegensätzen geht es um die „Mitte“, um ein vernünftiges „sowohl-als auch“ und dies zur rechten Zeit. Wir brauchen Merkur UND Jupiter, wie folgende Unterredung zwischen Mutter und Tochter (kurz vor dem Abi) zeigen möchte:

„Mama, was ist eigentlich wichtiger? Ausreichende Kommunikation oder sinn-volle Weisheit?

„Welchen Flügel braucht ein Vogel zum Fliegen? Den linken oder den rechten?“ antwortet die Mutter.

Schütze-Jupiter ist im Jahreslauf das dritte Feuerzeichen nach Widder-Mars und Löwe-Sonne, wir können dieses auch symbolisch als das geistige Feuer bezeichnen.

Welchen persönlichen Nutzen können wir aus der kommenden Schütze-Zeit (23.11-21.12) gewinnen?

Nun, primär geht es um den Sinn in unserem Leben, um die Frage: „Wo komme ich her, wo gehe ich hin?“

Es geht um Erkenntnis, Toleranz, Weisheit und Religio (= Rückbindung zum Urgrund allen Seins)

Es gilt: Ein Leben ohne Sinn ist sinn-los!

Momente der Sinnkrise oder beklemmenden Enge können uns auf der anderen Seite der Zuspitzung in eine neue Weite katapultieren, die uns zuvor verschlossen erschien.

Auch brutale Egoisten können in dieses lebensbedrohliche Nadelöhr geraten, wie meine Fabel zeigen möchte:

Bei einem seiner blutigen Beutezüge jagte ein Hai sein Opfer bis in seichtes Gelände in Nähe des Ufers. So ungewöhnlich dies für ihn war, so seltsam war es auch, dass seine schon sicher geglaubte Mahlzeit urplötzlich verschwunden war.

Info-Brief November 2017: Schütze / JupiterEin Pelikan auf einem Felsen beobachtete die Szene und sprach: „So jagen Pelikane auch, allerdings meist nicht als Einzelkämpfer wie Du, sondern in der Gemeinschaft, in der jeder auf seine Kosten kommt.“

Dem Hai wurde es langsam mulmig, denn er fand keinen Ausweg aus dem Niedrigwasser. Genervt entgegnete er: „Spar Dir Deine Lebens-weisheiten, ich will nur weg von hier, hinaus ins offene Meer!“

Der schlaue Pelikan überlegte eine Weile und sprach dann: „Oft über-denken wir unser Leben erst in Notlagen, wenn wir uns vor einem Nadelöhr sehen oder aus heiterem Himmel aus unserem Alltagstrott gerissen werden“. Und nach einer kurzen Pause ergänzte er: „Dabei sind dies die wahren Momente, in denen wir über den Sinn des Lebens nachdenken, denn es könnte ja schon sehr bald zu Ende sein!“

Info-Brief November 2017: Schütze / JupiterMit diesen Worten flog der Pelikan davon und ließ den Hai zurück mit seinen Gedanken, Ängsten und Nöten. Stunden vergingen, für den Hai erschien es wie eine Ewigkeit. Er spürte: „Wenn ich hier lebendig herauskomme, werde ich den Sinn meines Lebens neu überdenken!“

In diesem Augenblick blickte er zum Himmel, der Pelikan hatte viele Artgenossen als Verstärkung geholt. Gemeinsam trieben sie mit ihren langen Schnäbeln den Hai zu der einzigen Öffnung hin zum offenen Meer. Und plötzlich wurde für den Hai aus der Enge eine neue Weite.

Mit den folgenden Fragen möchte ich zu dieser (neuen) Weite anregen, ihre Beantwortung führt uns unmittelbar in das Feld des Schütze-Jupiters:

  • „Bin ich eher tolerant oder intolerant?“
  • „Mache ich mir Gedanken, aus welchem Grund und zu welchem Sinn ich existiere?“
  • „Woran glaube ich?“
  • „Ist mir TV schauen lieber als Buch lesen?“
  • „Reise ich gerne, um meinen Horizont zu erweitern?“
  • „Bin ich gönnerhaft oder eher knausrig und neidisch?“
  • „Habe ich mein Glück bereits gefunden oder suche ich noch krampfhaft danach?“
  • „Habe ich aus meinen Fehlern gelernt?“
  • „Bin ich eher nachtragend oder verzeihe ich lieber?“
  • „Habe ich das Gefühl, dass früher alles besser war?“
  • „Fühle ich mich eher eng oder weit?“

Ich bin mir sicher: „Die Grenzen meines Denkens sind die Grenzen meiner Welt.“

Gehen wir sinn-voll mit der Weite der Schütze-Zeit in Resonanz, um unser persönliches Glück zu intensivieren, das wünsche ich uns allen von Herzen

Euer Thomas Künne

Info-Brief November 2017: Schütze / Jupiter
2017-11-07T10:04:00+00:00